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Die Wirkung von Büchern

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Benefits of being a Bookworm

„Ein Raum ohne Bücher ist wie ein Körper ohne Seele.“. Bereits Cicero war sich der Wichtigkeit von Büchern und inwiefern sie uns auf ein positive Weise beeinflussen bewusst. Besonders heutzutage wird Aussagen wie diesen eine viel größere Bedeutung als noch in der Zeit vor Christus zugeschrieben. Ebenso wie andere Körperteile sollte der Geist regelmäßig trainiert werden, um fit zu bleiben und seine Effizienz zu bewahren. Sobald man aus der Schule ist geraten Bücher für die meisten von uns in Vergessenheit, also lassen wir die langweilige Lektüre hinter uns. Viel lieber überfliegen wir die Kurznachrichten in der Zeitung oder aber im Internet. Anstatt, dass wir unser Gehirn also fordern und somit fördern, bespaßen wir uns Einfachheitshalber hauptsächlich mit technischen Geräten. Die Folgen sind fatal, und zwar nicht nur für einen selbst, sondern für die Gesellschaft als Ganzes. Sind Bücher wirklich so wichtig für uns Menschen? Was können wir tun? Und vor allem wie?

Wohl bekannt sind Fakten, wie etwa die Tatsache, dass Bücher uns eine Möglichkeit bieten dem stressigen Alltagsleben zu entfliehen. Mit dem Öffnen eines Buches lassen wir den Großstadt-Dschungel hinter uns und tauchen in fremde Welten ein. Bücher können uns aufmuntern, ablenken und sogar motivieren Dinge in einem andren Licht zu sehen. Deine Perspektiven ändern sich, während die aneinandergereihten Wörter ihre magische Kraft entfalten. Jene Kraft beeinflusst dich nicht nur deiner Intelligenz betreffend, sondern kann dich zusätzlich noch auf eine lebensverändernde Art berühren, wie es nur Bücher schaffen. Sei es nur für wenige Stunden. Ein weiterer Vorteil des Lesens ist, dass du deine Vorstellungskraft und Kreativität steigerst. Gegensätzlich zu Kinos musst du dir beim Lesen selber die Bilder zum Text ausmalen, wobei dir und deiner Fantasie keinerlei Grenzen gesetzt sind. Darüber hinaus erweitern Bücher deinen Horizont, aus dem Grund, dass Lesen die günstigste Weise des Reisens darstellen. Es gibt mehr als genug Bücher, die dir einen Einblick in das Leben, Gedanken und Arbeitsgewohnheiten anderer liefert. Ebenfalls kannst du mit Büchern etwas über andere Länder, ihre Kulturen und Traditionen lernen. Einfach gesagt ist es Lesern erlaubt über den Tellerrand hinweg zu schauen.

Warum jeder mehr Bücher lesen sollte...

Natürlich gibt es auch die ein oder andere Studie darüber, welchen Effekt Bücher wirklich haben. Die interessanteste Studie ist eine über 12 Jahre ausgeführte von der Yale University. Zu Anfang der Studie befanden sich die Probanden bei einem Mindestalter von 50 Jahren. Die Test-Personen wurden in drei Gruppen eingeteilt: Nichtleser, Leser (mind. 3,5 Stunden pro Woche) und Vielleser (mehr als 3,5 Stunden pro Woche). Am Ende der Studie wollten die Forscher wissen wie viele von ihren Probanden noch am Leben waren, wobei sie diesbezüglich einige Faktoren rausrechnen mussten um ein klares Ergebnis zu bekommen. Abgezogen werden mussten beispielsweise das Einkommen, deren Lebensstandard, Alter, Beziehungsstatus und deren Bildungsstand. Schließlich zeigten die Ergebnisse, dass die Leser eine 17% und die Vielleser sogar eine 23% höhere Lebenserwartung gegenüber den Nichtlesern aufwiesen. Das heißt also, Bücherwürmer leben im Schnitt zwei Jahre länger als Menschen, die das Lesen eher meiden. Dies bezieht sich selbstverständlich lediglich auf Bücher, nicht so auf Zeitungen. Grund hierfür ist die sogenannte Phase des „tiefen Lesens“, in die man nur bei Büchern verfallen kann, weil man in einer kritischen Weise denken muss, um die Verbindung zwischen den einzelnen Kapiteln und sogar der Realität zu knüpfen. Währenddessen baut das Gehirn eine Verbindung zu allen vier Hirnlappen und den zwei Gehirnhälften auf. Mit der Zeit werden diese neuronalen Netzwerke somit schneller und verbessern ihre Fähigkeit sich vor kognitiven Zerfall zu schützen. Besonders Belletristik soll unser Empathie-Vermögen steigern, wohingegen Krimis unser analytisches Denken fördern. Eine Studie aus dem Jahr 2013 zeigte, dass Teilnehmer, die 1-2 Kapitel gelesen haben nach einer Woche ein höheres Empathie-Vermögen besaßen als jene, die nur die Zeitung lasen.

Tipps für mehr Spaß am lesen

Man könnte sogar so weit gehen und behaupten, dass die Zeit, die wir mit dem lesen von Büchern beschäftigt sind unserer Lebensspanne gutgeschrieben werden. Dies wäre jedoch eine ziemlich optimistische Aussage, zu optimistisch für unseren Geschmack. Nichtsdestotrotz können wir nicht darüber hinwegsehen, dass regelmäßiges uns Lesen helfen kann einige unserer Fähigkeiten zu verbessern und bestimmte Charakterzüge auszubauen. Bücher können uns also durchaus zu einer besseren Version unser Selbst verhelfen. Mit all diesem Wissen über Bücher und dessen vorteilhaften Folgen gibt es doch eigentlich keine Zweifel mehr, die uns vom Lesen abhalten könnten. Habt keine Sorge, wir haben ein paar einfach zu befolgende Tipps, mit denen vielleicht sogar lesescheue Menschen öfter mal zum Buch greifen.

Ein Raum ohne Bücher ist wie ein Körper ohne Seele
Marcus Tullius Cicero
  1. Was interessiert dich? Zunächst einmal musst du herausfinden, was für Genres dich überhaupt genau ansprechen. Es gibt tausende und abertausende von Büchern und die drehen sich nicht alle um Liebe, Mord oder irgendwelche Fantasie-Welten. Würdest du vielleicht gerne etwas über Psychologie oder Philosophie lesen? Oder aber vielleicht ein Selbsthilfebuch darüber, wie du eins mit dir selbst wirst oder wie du eine knallharte Geschäftsperson wirst?
  2. Bücher oder E-Reader? Auch, wenn wir die guten alten, klassischen Bücher bevorzugen, kannst du für dich entscheiden, ob du nicht vielleicht lieber einen E-Reader verwenden möchtest. Zweifelsohne sind E-Reader praktikabler, da du all deine Bücher in diesem einen, kleinen Gerät beisammen hast. Für manche sind Bücher allerdings unersetzbar.
  3. Finde deinen Rhythmus: Gerade in Zeiten der Digitalisierung und sozialen Netzwerken lassen wir uns nur zu leicht verführen uns die nächste Staffel von Stranger Things mit einem Mal auf Netflix reinzuziehen oder durch unseren Instagram-Feed zu scrollen. Wer würde da also schon auf die Idee kommen sich ein Buch zu schnappen und zu lesen? Die wichtigste Regel lautet: setzte dich nicht unter Druck und lese lediglich so viel wie dir lieb ist. Bereits 30 Minuten am Tag reichen und danach kannst du dich ja immer noch mit ein oder auch mehreren Folgen deiner Lieblingsserie belohnen.

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